Bedeutet das Nichtraucher-Schutzgesetz das Aus für die arabischen Wasserpfeifen-Bars?
Deutscher Rap schallt auf die Straße. Zwei türkische Jungs mit weiten Hosen und Basketballkappen kommen aus dem Laden. Tänzelnd arbeiten sie sich zwischen dem blauen Plastikmobiliar hindurch, das vor dem Geschäft in Berlin-Kreuzberg steht. Ordentlich stellen sie je eine Blumenvase auf die Tische. Ein Freundschaftsdienst für den Chef. Es ist ein sonniger Samstagnachmittag in der Falckensteinstraße. Die haben draußen Holzbänke aufgebaut und die ersten Feierabendbiere werden geordert. Auch in Haus Nummer 41 wird bestellt, allerdings kein Gerstensaft, sondern Wasserpfeife - Shisha, wie das Rauchutensil auf arabisch heißt.
In der südspanischen Stadt Tarifa sind viele Wassersportler und wegen der überaus guten Windbedingungen auch viele Kitesurfer zu Hause. Der junge Trendsport findet immer mehr Freunde. Auch Michael Fölling (36), der zunächst in den Niederlanden Kiten lernte, ist von der Faszination begeistert. Im Interview mit Holger Beßlich erzählt der Kite-Lehrer, wie man sich am Strand richtig verhält und was der Einstieg in den Sport für Kosten mit sich bringt.
Die Sonne scheint und der Wind bläst einem ordentlich ins Gesicht. Aber anstatt dicke Jacken, Handschuhe und Stiefel prägen T-Shirts und dünne Strandhosen das Bild. Am langgezogenen Strand von Tarifa herrscht ein buntes Treiben. Auch der Himmel über dem Strand ist voll. Viele bunte Drachen, die den blauen Himmel mit mehr Farben füllen; sind zu sehen. Dazu die Kite-Surfer, die sich schier unermüdlichen von ihrem Kite (der Drachen) über das Wasser ziehen lassen.
Eigentlich ein typisches Bild für den Sommer - aber hier in an der südlichsten Spitze des spanischen Festlands direkt gegen über Afrika gehört dieses Bild fast das gesamte Jahr zur Normalität. Da ist genügend Zeit zwischen Sport und Party, auch mal die Füße und die Seele am Strand baumeln zu lassen.
Aus vielen traditionellen Sportarten haben sich schon anarchistische Abkömmlinge geformt. Aus Basketball wurde Streetball und ganz aktuell: aus dem Hürdenlauf wurde Parcour – ein Wettrennen durch Innenstädte. Auch die traditionsreiche Sportart Golf blieb von dieser Entwicklung nicht verschont.
Was zählt sind drei Dinge: Ein Schläger, ein Ball und ein aufregendes Terrain. Crossgolfen ist billig, nicht ganz legal und eigentlich eher eine große open-air-Party, als ein Trainingsprogramm. Mit dem gediegenen Sport im Club hat das Guerilla-Spiel nicht viel gemeinsam. Und genau das macht es so beliebt, findet der 25 jährige Felix. Der Student hat schon in Berlin und Köln abgeschlagen. „Crossgolf ist auf jedem Fall spontaner als das normale golfen. Man kann mal eben so rausgehen, die Freunde und was zu trinken zusammen packen und dann geht’s los“.